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Glossar

A

Anfang: Es ist nie zu spät, mit der Homöopathie zu beginnen. Damit bringen sie Ihre Gesundheit sicher und ohne Nebenwirkungen auf ein höheres und mit der Zeit auf ein so hohes Niveau, dass der Organismus wieder fähig ist, ohne unterdrückende Maßnahmen wie z.b. Schmerzmittel, Antibiotikum und Cortison auf Krankheitserreger zu reagieren.

B

Behandlungsdauer: Nach der Mittelgabe braucht der Organismus Zeit, um angemessen und in bestmöglicher Form auf den Reiz durch das Mittel reagieren zu können. So wird der zweite, äußerst wichtige Termin, in etwa 4 bis 6 Wochen ausgemacht. Hier ermittelt der Homöopath die Wirkung der Arznei und die Reaktion des Patienten. Der Krankheitsverlauf der letzten Wochen entscheidet über die Art der Weitergabe des Mittels. Der Homöopath untersucht, ob eine Änderung des Mittels oder nur der Dosierung notwendig ist oder nicht. Die weiteren Folgetermine richten sich in Abständen von ca. 1 bis 3 Monaten nach der Reaktion und dem weiteren Befinden des Patienten. In der Regel werden ca. drei bis vier Termine benötigt.
Bei chronischen Erkrankungen muss mit einer Behandlungsdauer von ca. 1 bis 3 Jahren (je nach Schwere der Erkrankung) gerechnet werden. Zu Terminen in regelmäßigen Abständen wird geraten.

Allergien wie Heuschnupfen reagieren bis zu ihrem Verschwinden von Saison zu Saison.Oft stellen sich in der aktuellen Situation schon Besserungen ein.
Bei Akuterkrankungen kann die Genesung des Patienten von einigen Stunden bis Tagen vonstatten gehen. Akute Befindlichkeitsstörungen leichterer Art können eine Heilung in noch kürzerer Zeit erfahren

C

Chronifizierung: Die Lebenskraft ist eine Lehrmeisterin, die kleinere Übel hervorruft, um größere abzuwenden. Um dies aber zu gewährleisten, dürfen „kleinere Übel“ nicht unterdrückt werden, da man sonst chronischen Erkrankungen den Weg ebnet.

D

Darreichungsformen: Homöopathische Mittel werden entweder als Globuli, Tabletten oder in Form von Tropfen verabreicht.

E

Erstanamnese: Dieses erste Gespräch ermittelt detailliert die Hauptproblematik des Patienten, dessen Schmerzcharakter, individuelle Empfindungen und Betrachtung wichtiger Ereignisse, deren Ursachen und Folgen auf den Patienten. Handelt es sich um chronische Beschwerden (Krankheiten, die sich länger als ein halbes Jahr manifestiert haben), dauert dieses Gespräch ca. 1½ bis 2 Stunden. Akuterkrankungen benötigen ca. 1 bis 1½ Stunden Gespräch.

F

Fallanalyse: Um genau die momentan passende homöopathische Arznei ermitteln zu können, ist eine (manchmal) zeitaufwendige Repertorisation notwendig. Dies geschieht genau nach den Regeln der klassischen Homöopathie.

G

Globuli: kleine weiße Zuckerkügelchen, die mit der jeweiligen Substanz (Arznei) benetzt sind

H

Hahnemann, Samuel: Dr. Samuel Hahnemann, 1755-1843, Begründer der klassischen Homöopathie. Er arbeitete als Mediziner, beschäftigte sich intensiv mit Chemie und machte dort zahlreiche Veröffentlichungen. Er lebte auch von Schriftstellerei und Übersetzertätigkeit dank der Beherrschung von sechs Sprachen. Er entdeckte die grundlegenden Gesetze der Heilung und machte sie der systematischen Praxis zugänglich. Er publizierte das „Organon der Heilkunde“, das bis heute als unabdingbare Quelle für ein fundiertes Homöopathiestudium gilt, die „Reine Arzneimittellehre“, die „Chronischen Krankheiten“ u.v.m.

I

Individualisierung: Der Unterschied zur Schulmedizin besteht ganz klar in der Individualisierung, die besagt, dass nicht nur Krankheiten, sondern der kranke Mensch behandelt wird.
Das Ziel einer solchen Behandlung ist es, das Individuum zu heilen und nicht nur die Symptome einer Krankheit zu behandeln. Man kann dies anhand eines Beispieles verdeutlichen: Ein Patient, der an einer Gastritis (Magenschleimhautentzündung) leidet, wird andere Symptome haben, wie ein zweiter Patient mit derselben Diagnose.
So werden diese beiden Patienten auch unterschiedliche Arzneien benötigen.

J

K

Klassische Homöopathie: Eine Heilmethode, die nach den Prinzipien des Ähnlichkeitsgesetzes den kranken Organismus auf bestmögliche Art und Weise bemüht ist, zu heilen.
Gegenüber den neuen Methoden zeichnet sie sich aus durch Bevorzugung der Einzelmittelgabe nach den natürlichen Gesetzmäßigkeiten und Grundsätzen Hahnemanns, dem Begründer dieser effizienten Heilmethode.
Sie wird oft falsch verstanden als Sammelbegriff für Naturheilverfahren, ist aber ein eigenständiges, von anderen alternativen Therapien zu trennendes Behandlungsverfahren. Die Bezeichnung „homois“ bedeutet „ähnlich“, „pathos“ Leiden und kommt aus dem Altgriechischen.

L

Lebenskraft: Sie belebt und durchdringt den Organismus auf allen Ebenen (geistig, emotional, körperlich). Sie kann als funktionelles Netzwerk des Körpers aufgefasst werden, das den "Betrieb" Organismus im Gleichgewicht (Homöostase) hält.

M

Mittelgabe: Ist das Mittel gefunden, wird es entweder schon in der Praxis als Globuli verabreicht, oder normalerweise über eine Apotheke in Form von Globuli und Tropfen mit genauer Anweisung für die Einnahme, an die Adresse der Patienten geschickt.

N

Naturgesetz der Heilung: Ähnlichkeitsgesetz: Es ist der Grundpfeiler der homöopathischen Wissenschaft und wurde schon von Hippokrates (Begründer der Medizin als Wissenschaft, 460-370 v. Chr.), erwähnt.

O

Organon: Als unverzichtbare Studiengrundlage für ein intensives Homoeopahtiestudium gilt bis heute das „Organon“ der Heilkunst von Samuel Hahnemann. Es stellt das medizinische Manifest seiner Lehre dar. Ständig überholte er seine Arbeit bis zur heutigen 6. Auflage. Es beschreibt die homoeopathische Vorgehensweise und Methodik, die bis heute ihre Gültigkeit hat.

P

Prüfung: Nach genauesten Richtlinien werden exakte und gründliche Arzneimittelprüfungen an gesunden Testpersonen vorgenommen, indem sie Substanzen in toxischer, hypotoxischer und hochverdünnter Form aus pflanzlichen, mineralischen, tierischen Bereichen einnehmen und deren Wirkung beobachtet. Die charakteristischen Zeichen und Symptome, d.h. die Gesamtheit krankhafter Symptome, die eine Substanz bei einem gesunden Menschen hervorrufen kann, wird ermittelt. Diese Gesamtsymptomatik stellt die Grundlage für die Indikationen, nach denen das heilende Mittel für den kranken Menschen gewählt wird.

Q

Q-Potenz (LM-Potenz): Sie gehen auf Dr. S. Hahnemann zurück, der sein Leben lang nach Verbesserung in puncto Herstellung und Dosierung strebte.
Er entdeckte ein Herstellungsverfahren, das Erstverschlimmerungen vermeidet, Arzneisymptome (Prüfsymptome einer Arznei, die denen der Krankheit entsprechen) verbessert und die Behandlungsdauer verkürzt.
"Q-Potenz“ oder „LM- Potenz“. „L“ steht für 50, „M“ für 1000. Es umschreibt das Verdünnungsverhältnis 1: 50000. „Q“ = Quinquaginta milia. Diese Mittel werden in Tropfenform verabreicht und sind in ihrer Wirkung sanft und mild und“ heilen auf dem kürzesten, zuverlässigsten und unnachteiligsten Weg,“ (Hahnemann) weswegen sie auch gerne bei chronischen Erkrankungen eingesetzt werden.

R

Repertorisation: Ermittlung der Arznei durch den Homöopathen

S

Similia Similibus currentur: Hahnemann prägte diesen lateinischen Lehrsatz: Ähnliches möge durch Ähnliches geheilt werden (Naturgesetz der Heilung): "Jeder Stoff, der eine bestimmte Symptomatik bei einem Gesunden hervorbringt, ist imstande, einen Kranken mit dieser Symptomentotalität zu heilen.“ Es wird auch als das „Simileprinzip“ bezeichnet: Der Organismus hat häufig nicht die Kraft, sich ohne Hilfe selbst zu heilen. Ihm kann dann nur durch ein Arzneimittel geholfen werden, das aber in ähnlichem Sinne (der Krankheit ähnlich) in die Steuerung des Organismus eingreift. Durch Unterdrückung und Gegensteuerung ist keine echte Heilung möglich.

T

Tiefpotenzen, Hochpotenzen: Tiefpotenzen sind alle potenzierten Arzneimittel ab einer C12 oder D24 bis C 30. Ab C30 bewegen wir uns im Hochpotenzbereich.

U

Unterdrückung: Äußerliche Behandlungen von Hautkrankheiten mit Cortison können zu inneren Erkrankungen führen. Auch der Schulmedizin ist dieser Umstand bekannt bezüglich des Wechselspiels zwischen Neurodermitis und Bronchialasthma. Erst nach wieder auftreten eines Hautausschlages gehen tiefer liegende Erkrankungen zurück, woraufhin der Ausschlag dann sanft homöopathisch behandelt werden kann.

V

Verdünnung:

W

Wirkung: Wasser unterscheidet sich von Wasser, wenn es mit einem hoch potenzierten homöopathischen Mittel aufbereitet wurde, auf elektromagnetischer (Physik) Ebene. In dieser Weise entfaltet es auch seine Wirkung auf den Patienten, der, wie jede Materie, auch elektromagnetische Wellen aussendet. Es kommt wahrscheinlich zu einer
Resonanz (Übereinstimmung) zwischen Mittel und Patient, was die Grundlage für einen beginnenden Heilungsprozess darstellt. Die Tatsache, dass die Wirkung homöopathischer Arzneien nicht auf chemischen Grundsätzen beruht, wie in der wissenschaftsbasierten Medizin, sondern wahrscheinlich physikalischen Gesetzen entspringt, würde erklären, warum diese Arzneien keine Nebenwirkungen haben.
Bisher sind dies Spekulationen und es bleibt zu hoffen, dass möglichst bald seriöse Experimente, wie sie weltweit stattfinden, zu einer Beweisbarkeit führen werden.

X

Y
Z

Zentrifugal: Es bedeutet “zentrumflüchtend“, von innen nach aussen. Die homoeopathische Behandlung chronischer Krankheiten wird nach ihrer Verlaufsrichtung gemäß der Hering´schen Regel beurteilt. Demnach bessern sich bei korrektem Heilungsverlauf die Symptome von "innen nach aussen" und  "von oben nach unten", d.h. weg von lebenswichtigen zu weniger wichtigen Organen.
Der deutsche Arzt Constantin Hering lebte im 19. Jh. und war Zeitgenosse  S. Hahnemanns. Er beeinflusste die Homoeopathie ganz entscheidend und ist für viele Neuerungen auf diesem Gebiet verantwortlich.

Praxis für Klassische Homöopathie (Dipl.)
Physiotherapie (Dipl.)
Schmerztherapie nach LNB

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